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Kuratiert von Franz-Reinhard Habbel & Gerd Landsberg.
Aus dem Internet berichten wir jeden Sonntag über Ideen, innovative Lösungen und Zukunftsthemen für Kommunen. 

1000 Euro Entlastungsprämie für Kommunen nicht darstellbar 

Die von der Bundesregierung geplanten Entlastungsmaßnahmen sind politisch nachvollziehbar und setzen ein wichtiges Signal in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Gerade die Möglichkeit steuer- und abgabenfreier Sonderzahlungen an Beschäftigte wird von vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als berechtigte Anerkennung erwartet.

Für die Kommunen stellt sich die Situation jedoch grundlegend anders dar. Als Körperschaften des öffentlichen Rechts können sie solche Zahlungen nicht als Betriebskosten steuerlich geltend machen. Während private Unternehmen zumindest teilweise entlastet werden, müssen Städte und Gemeinden die Kosten vollständig aus ihren ohnehin stark belasteten Haushalten finanzieren.

Die finanzielle Lage der Kommunen ist bereits jetzt äußerst angespannt. Im vergangenen Jahr summierte sich das Defizit bundesweit auf rund 30 Milliarden Euro, und auch für das laufende Jahr ist keine Entspannung in Sicht. Gleichzeitig wirken die hohen Tarifabschlüsse des öffentlichen Dienstes dauerhaft fort. Allein bei rund 2,6 Millionen Tarifbeschäftigten würde eine entsprechende Sonderzahlung zusätzliche Belastungen in Milliardenhöhe( über 2,6 Milliarden ) verursachen. Einschließlich der Beamtinnen und Beamten kämen weitere erhebliche Kosten hinzu.

Diese Summen sind für die kommunale Ebene nicht zu schultern – zumal gleichzeitig die Einnahmeperspektiven einbrechen. Das schwächere Wirtschaftswachstum führt zu sinkenden Gewerbesteuereinnahmen, die für viele Kommunen die wichtigste eigene Einnahmequelle darstellen.

So sehr wir das Interesse und die Erwartungen der Beschäftigten verstehen: Die finanziellen Spielräume der Kommunen sind faktisch nicht vorhanden. Wenn Bund und Länder solche Maßnahmen politisch für richtig halten, müssen sie auch für eine vollständige Gegenfinanzierung sorgen. Andernfalls drohen weitere Einschnitte bei Investitionen, Infrastruktur und Daseinsvorsorge – und das kann niemand wollen. (Gerd Landsberg)

 

Deutscher Landkreistag warnt vor erheblichen Zusatzkosten für Kommunen

Der Deutsche Landkreistag hat mit Blick auf die von der Bundesregierung angeregte Einmalzahlung wegen der gestiegenen Kraftstoffpreise vor einer erheblichen finanziellen Belastung gewarnt.

Kein Bundesland will zahlen: 1000-Euro-Prämie droht für Millionen Beamte zu platzen

Die geplante 1000-Euro-Prämie müssten die Arbeitgeber bezahlen. Eine Umfrage zeigt nun: Vor allem Beamte werden wohl leer ausgehen und keine Prämie bekommen.

Kommission schlägt tiefgreifende Reform für Kommunen vor

Weniger Bürokratie, mehr Tempo: Die Kommission will Fördermittelchaos und Berichtspflichten radikal kürzen, um Kommunen zu entlasten.

Einreise-/ Ausreisesystem der EU nun vollständig in Betrieb

Am 10. April 2026 ist das sog. Einreise-/ Ausreisesystem (EES) der EU vollständig in allen Schengen-Staaten in Betrieb gegangen. Das System ersetzt die bisherige manuelle Passstempelung durch ein digitales Verfahren und stellt einen wesentlichen Fortschritt in der Kontrolle von Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen dar.

Wegfall von Parkplätzen in Freiburg: Verwaltungsgericht weist Klage ab

Ein Anwohner klagte, weil die Stadt Freiburg in seiner Straße Parkplätze gestrichen hat. Nun wurde die Klage abgewiesen. Beendet ist der Rechtsstreit damit aber noch nicht.

KI-Weltmeister in der Industrie? Deutschland liegt in Europa klar vorn

Deutschland hat KI so fest in seiner Industrie verankert wie kein anderes Land, das zeigt eine Studie des Netzwerk-Ausrüsters Cisco. Demnach setzen fast zwei Drittel der deutschen Industriebetriebe inzwischen auf die Technologie.

Digitalminister Karsten Wildberger hat viel vor: Deutschland plant die Super-App 

Digitalminister Karsten Wildberger will, dass SAP und Telekom eine Bürger-App entwickeln - und dass ein deutsch-kanadischer KI-Champion entsteht. Kann das funktionieren?

Digitalisierung im kommunalen Tiefbau gewinnt an Bedeutung

In Baden-Württemberg wird aktuell verstärkt auf digitale Datenmodelle und vernetzte Planungsprozesse im Tiefbau gesetzt. Ziel ist es, Infrastrukturprojekte effizienter, nachhaltiger und transparenter umzusetzen – ein zentraler Hebel für moderne kommunale Infrastrukturplanung.

Bund und Länder treiben Verwaltungsdigitalisierung in Niedersachsen voran

Bund und Land Niedersachsen wollen Kommunen gezielt dabei unterstützen, Verwaltungsleistungen digitaler, einfacher und nutzerfreundlicher zu machen. Erwartet werden spürbare Entlastungen in Rathäusern sowie effizientere Prozesse für Bürger und Verwaltung. 

Reformkommission fordert grundlegenden Umbau der kommunalen Verwaltung

In Sachsen hat eine Reformkommission heute weitreichende Vorschläge zur Neuorganisation von Aufgaben, Finanzierung und Digitalisierung vorgelegt. Kernpunkte sind eine deutliche Reduzierung von Förderbürokratie sowie der Aufbau einheitlicher digitaler Verwaltungsplattformen, um Kommunen effizienter und handlungsfähiger zu machen

Was unser Land zusammenhält

DER SOZIALSTAAT — Warum er kein Auslaufmodell, sondern ein Zukunftsprojekt ist.

Eine Milliarde Euro für Länder und Kommunen

Der Bund greift hoch verschuldeten Kommunen unter die Arme. Doch nicht nur sie werden entlastet - sondern auch die reichsten Bundesländer.

Warum die EZB einen digitalen Euro will

Die EZB tat sich lange schwer damit, die Einführung einer digitalen Währung voranzutreiben. Doch der Druck wächst. Könnte ein digitaler Euro Europas Souveränität stärken?

Gesundheitsämter warnen vor Stocken der Digitalisierung

In Sachsen-Anhalt schlagen mehrere Gesundheitsämter Alarm: Mit dem geplanten Auslaufen des ÖGD-Pakts Ende 2026drohen Stagnation oder Rückbau digitaler Strukturen. Bereits jetzt führen Personalmangel und unsichere Finanzierung zu Verzögerungen bei Gutachten und Untersuchungen. Kommunen sehen ihre Krisenfähigkeit und digitale Weiterentwicklung gefährdet. Personalmangel und knappe Mittel drohen die Digitalisierung in Sachsen-Anhalts Gesundheitsämtern auszubremsen. Was jetzt auf Patienten zukommen könnte.

Solarfelder für Berlin: Gemeinde in Brandenburg verdient Millionen mit Mega-Projekt

In Brandenburg entsteht ein Mega-Solarprojekt. Projektchef Martin Tauschke erzählt, wie Kühe unter Modulen grasen sollen und die Gemeinde mitverdient.

Diese Städte gibt es in Deutschland mehrmals

Achtung, hier droht Verwechslungsgefahr! Doppelt oder noch öfter vergebene Ortsnamen sind in Deutschland gar nicht so selten. Wir verraten, welche bekannten Städte einen Doppelgänger haben – zumindest dem Namen nach. 

Handlungsfähigkeit sichern: Warum Deutschlands Zukunft in den Kommunen entschieden wird

Deutschlands Zukunft wird nicht abstrakt in Strategiepapiere oder Sonntagsreden entschieden, sondern ganz konkret vor Ort: in den Städten und Gemeinden. Dort treffen die großen Herausforderungen unserer Zeit aufeinander: Energiewende und Klimafolgen, Migration und soziale Spannungen, Sicherheit, Mobilität und Bildung. Gerade deshalb ist die Lage der Kommunen so alarmierend. Finanzielle Defizite von über 30 Milliarden Euro, ein gewaltiger Investitionsstau von 212 Milliarden Euro, Fachkräftemangel und immer komplexere Aufgaben zeigen unmissverständlich: Es geht längst nicht mehr um ein weiteres Reformprojekt. Es geht um die Wiederherstellung kommunaler Handlungsfähigkeit.

Denn vielerorts arbeiten Verwaltungen noch mit Strukturen, die für eine stabile Welt geschaffen wurden. Unsere Gegenwart ist jedoch von Dynamik, Krisen und wachsender Unsicherheit geprägt. Was global geschieht, wird zuerst kommunal spürbar. Die Städte und Gemeinden müssen reagieren, steuern, erklären und umsetzen – oft mit zu wenig Personal, zu wenig Zeit und zu wenig finanziellen Spielräumen. Wenn Deutschland als Ganzes modern, wettbewerbsfähig und gesellschaftlich stabil bleiben soll, dann müssen seine Kommunen wieder handlungsfähig werden. Sie sind nicht die nachgeordnete Ebene des Staates, sondern sein Fundament.

Genau hier beginnt Staatsmodernisierung. Sie findet nicht nur in Ministerien, sondern auch in Rathäusern, Landratsämtern und kommunalen Betrieben statt. Digitalisierung ist dafür kein Selbstzweck und keine technische Nebensache. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Verwaltung auch unter neuen Bedingungen wirksam bleibt. Künstliche Intelligenz kann in diesem Modernisierungsprozess eine Schlüsselrolle übernehmen.

KI ist nicht deshalb wichtig, weil sie neu ist, sondern weil sie konkret entlasten kann: bei der Suche nach Wissen, bei der Aufbereitung von Informationen, bei Standardantworten, Protokollen, Vorlagen, Auswertungen und in der Bürgerkommunikation. KI kann Routine reduzieren und Freiräume für das schaffen, was Verwaltung im Kern ausmacht: Abwägung, Verantwortung und Entscheidung. KI ersetzt nicht die kommunale Verwaltung, aber sie kann ihre Arbeitsweise grundlegend verbessern – vorausgesetzt, sie wird strategisch eingeführt.

Dafür braucht es mehr als einzelne Pilotprojekte. Benötigt werden Führung, Qualifizierung, klare Regeln und die Bereitschaft, Prozesse neu zu denken. Vor allem aber braucht es Kooperation. 11.000 Kommunen können nicht 11.000-mal dieselbe digitale Zukunft entwickeln. Gemeinsame Standards, gemeinsame Dienste und Shared Services werden deshalb zum Schlüssel kommunaler Stärke.

Die zentrale Botschaft lautet: Jetzt ist die Zeit zu handeln. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Wer heute Digitalisierung und KI klug nutzt, stärkt nicht nur die eigene Verwaltung, sondern auch die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Denn die Zukunft Deutschlands entscheidet sich in seinen Kommunen. (Franz-Reinhard Habbel)

(Der Text basiert auf einer Keynote des Autors bei der Schkopauer Runde am 17. April 2026 in Leuna.)

Neues aus dem Kommunalen Spitzenverbänden

DST: "Für die allermeisten Käufer wird sich nichts ändern"

DStGB: Bund und Länder müssen Städte, Landkreise und Gemeinden jetzt spürbar finanziell stärken

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GtBW: Modernisierung beginnt vor Ort: Kommunen brauchen Klarheit und Stärke

StRLP: Kommunen und Wirtschaft fordern Kurswechsel für Rheinland-Pfalz

Kopf der Woche: Lisa Kulemann, KITU, Leiterin des Digitallotsenprojektes in Sachsen-Anhalt

Buch der Woche: Transkription von Ben Lerner

Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen, diesem überlebensgroßen Urgestein der Kunstszene, Vater seines besten College-Freundes. Vor dem Termin fällt ihm allerdings im Hotel das Smartphone ins volle Waschbecken, und er kommt ohne Aufnahmegerät zum Interview. Was er aus Gründen, die ihm selbst nicht klar sind, nicht zugeben kann oder will. Daraus entwickelt sich eine turbulente Geschichte mit bizarren Folgen, das emotionale Drama – nicht nur – dreier Männer, die mit der Frage kämpfen, was es heißt, in dieser unseren wackeligen Wirklichkeit (was ist das eigentlich, Wirklichkeit?), ein guter Freund, ein guter Vater und überhaupt ein guter Mensch zu sein. Transkription ist ein smarter, witziger und wendiger Roman über uns und die Geräte, die unsere Gefühle, Erfahrungen und Beziehungen formatieren – und immer tiefer in das eingreifen, was wir für uns selbst halten.

Zahl der Woche: 24 Menschen starben 2024 an den Folgen eines Zeckenstiches (deStatis)

Chatbot der Woche: Stadt Laatzen startet Chatbot „LINA“ für digitalen Bürgerservice

Tweet der Woche: Landkreis Verden

„Start@5: Know-how für Gründerinnen und Gründer“: Die E-Rechnung und ihre Integration in die Rechnungsprozesse von Unternehmen sind Thema der kostenlosen April-Veranstaltung der Online-Seminarreihe „Start@5" am Dienstag, 21.04.2026 um 17 Uhr.

Zu guter Letzt: Warum eine Gemeinde in Schweden Sex in der Arbeitszeit fordert

BIld: KI-generiert
BIld: Habbel 

Hinweise:

Zu den Herausgebern:
Dr. Gerd Landsberg ist Speaker & Publizist und war Hauptgeschäftsführer des DStGB
Franz-Reinhard Habbel ist Publizist & Unternehmer und war Sprecher des DStGB

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