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Kuratiert von Franz-Reinhard Habbel & Gerd Landsberg.
Aus dem Internet berichten wir jeden Sonntag über Ideen, innovative Lösungen und Zukunftsthemen für Kommunen. 

Kommunen am Limit – jetzt muss gehandelt werden

Die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Städtetag und Deutscher Landkreistag – rufen Städte, Gemeinden und Landkreise bundesweit zur Teilnahme am Aktionstag „Kommunen am Limit“ am 22. Juni 2026 auf.

Für die Kommunen ist es längst fünf nach zwölf. Allein im Jahr 2025 betrug das kommunale Defizit bundesweit mehr als 30 Milliarden Euro – der höchste Fehlbetrag seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Eine Besserung ist derzeit nicht in Sicht. Die anhaltende Wirtschaftsschwäche wird die Finanzlage vieler Kommunen weiter verschärfen.

Die Leidtragenden sind am Ende die Bürgerinnen und Bürger. Es fehlt Geld für Kitas, Schulen, Feuerwehren, Straßen und viele andere Leistungen der kommunalen Daseinsvorsorge. Das darf so nicht weitergehen. Denn wenn der Staat vor Ort seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann, gerät das Vertrauen der Menschen in die Handlungsfähigkeit unseres Gemeinwesens und damit letztlich auch in die Zukunft unserer Demokratie in Gefahr.

Deshalb kommt es jetzt darauf an, dass Städte, Gemeinden und Landkreise die Aktion vor Ort aktiv unterstützen. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, welche Vielzahl an Leistungen die Kommunen Tag für Tag erbringen. Genau das müssen wir sichtbar machen. Nur wenn die Bürgerinnen und Bürger die dramatische Lage erkennen, wird auch der politische Handlungsdruck weiter steigen.

Entscheidend ist, dass der Aktionstag kein einmaliges Ereignis bleibt, sondern der Auftakt zu einem dauerhaften Prozess in den kommenden Monaten wird. Nur nachhaltiger Druck wird zu nachhaltigen Lösungen führen.

Immerhin gibt es erste positive Signale. So zeichnet sich ab, dass Bund und Länder einen Konnexitätsmechanismus nach dem Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt“ vereinbaren wollen. Das wäre ein wichtiger erster Schritt. Ihm muss jedoch eine grundlegende Staats- und Finanzreform folgen, die die kommunale Ebene dauerhaft stärkt.

Wir brauchen wieder mehr Hoffnung, mehr Zuversicht und eine klare Vision für starke, leistungsfähige Kommunen. Denn starke Kommunen sind die Grundlage eines starken Staates.

Bereits im Vorfeld des Aktionstages am 22.Juni 2026 gibt es in vielen Städten, Gemeinden und Kreisen Aktivitäten, auf die bedrohliche Lage in den Kommunen hinzuweisen. Diese Ausgabe des ZMI-Newsletters macht die Kampagne "Kommunen am Limet" zum zentralen Thema. Die Beispiele machen deutlich, wie die prekäre Finanzlage der Kommunen das Leben der Menschen einschränkt. Die Leidtragenden sind neben Bürgerinnen und Bürger auch die örtliche Wirtschaft. Der am Wochenende herausgekommene Finanzreport der Bertelsmann-Stiftung macht die Misere noch einmal besonders deutlich. "Wenn Bund und Länder nicht zügig handeln, wird der weitere Verfall kommunaler Infrastruktur nicht zu stoppen sein,“ sagt Kirsten Witte, Kommunalexpertin der Bertelsmann Stiftung.

Gerd Landsberg
Franz-Reinhard Habbel
Herausgeber des ZMI-Newsletter

Gemeinde Biederitz: BIldung braucht Räume, Personal und Verlässigkeit. 

Bochum: Es ist kurz vor 12. Deutschlandweit rutschen die Kommunen finanziell immer tiefer ins Minus.Der Grund: „Die Haushaltspolitik der Bundes- und Landesregierung bringt unsere Städte ans Limit. Beide verlagern immer mehr Aufgaben auf die Kommunen, ohne dafür die benötigten finanziellen Gelder bereitzustellen", sagt Oberbürgermeister Jörg Lukat.

Es ist fünf nach zwölf - Wer bestellt, muss zahlen: Kommunen fordern faire Finanzierung!

Vor dem hessischen Landtag haben wir uns gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus ganz Hessen heute lautstark Gehör verschafft.

Die Städte und Gemeinden im Landkreis Hersfeld-Rotenburg schlagen Alarm: Bund und Land übertragen immer mehr Aufgaben - aber ohne die notwendige Finanzierung!

Was fordern wir Kommunen?

Faire Finanzierung für übertragene Aufgaben Keine neuen Pflichten ohne Kostendeckung Neuregelung der Kommunalfinanzen für mehr

  • Gerechtigkeit
  • klare Strukturen und gerechte Finanzierung unserer
  • Krankenhäuser im Landkreis
Wir sitzen alle in einem Boot. Und natürlich stehen alle Türen offen. Wollen aber auch ernst genommen werden, denn die Kommunen bilden die Basis unserer Demokratie.

Fakt ist: Die Städte und Gemeinden stehen mit dem Rücken zur Wand. Ohne faire Lösungen drohen Leistungseinschränkungen oder weitere Steuererhöhungen - mit Folgen für unsere Lebensqualität vor Ort.

Fürsenwalde: Kommunen am Limit - Fürstenwalde zählt dazu und macht mit!

Wenn Städte immer mehr leisten sollen, aber das Geld fehlt, leidet am Ende das, was unsere Stadt lebendig macht:

Vereine, Kultur, Sport, soziale Angebote und unser Miteinander. Das sehen und diskutieren wir öffentlich seit mehr als einem Jahr - miteinander. Das reicht aber nicht. Für eine Lösung muss die Gesamtstruktur geändert werden.

Denn wir sind nicht das Problem, wir haben es gemeinsam. Am 22. Juni zeigen Städte und Gemeinden deutschlandweit: Kommunen brauchen faire Finanzierung. Kommt hin und zeigt, wie sich die Unterfinanzierung von Kommunen auf den Alltag auswirkt. • 17:30 Uhr | Marktplatz Fürstenwalde. Mehr dazu auf unserer Homepage 

Puderbach: KOMMUNEN AM LIMIT: Schwimmbäder sind mehr als Freizeitspaß und Abkühlung

Mit unseren Aktionstagen KOMMUNEN AM LIMIT" richten wir heute den Blick auf eine weitere wichtige kommunale Aufgabe: unser Hallenbad.

Schwimmen zu können ist eine lebenswichtige Fähigkeit.

Dennoch können laut DLRG inzwischen 20 Prozent der Grundschulkinder in Deutschland nicht schwimmen. Ohne ein Hallenbad in erreichbarer Nähe kann Schwimmunterricht vielerorts nicht oder nur eingeschränkt stattfinden.

Deshalb betreibt die Verbandsgemeinde Puderbach ein Hallenbad. Neben dem Schul- und Vereinsschwimmen findet dort auch der öffentliche Badebetrieb statt. Gerade an heißen Tagen bietet es zudem eine willkommene Abkühlung.

Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich: „Ich bezahle doch Eintritt - müsste sich das Bad nicht selbst finanzieren?" Die Antwort lautet leider: Nein. Die meisten kommunalen Schwimmbäder arbeiten nicht kostendeckend. Auch das Hallenbad der Verbandsgemeinde Puderbach verursacht jährlich ein Defizit, das von der Verbandsgemeinde getragen werden muss.

Dennoch ist dieses Geld gut investiert. Es ermöglicht Kindern den Schwimmunterricht, stärkt den Vereinssport und schafft ein wichtiges Angebot für die Bürgerinnen und Bürger.

Nicht vergessen möchten wir auch das Freibad in Urbach.

Sein Betrieb ist nur dank des großen ehrenamtlichen Engagements vieler Helferinnen und Helfer möglich. Dafür bedanken wir uns herzlich. @freibad.freunde.urbach

Auch in den kommenden Tagen möchten wir mit unserer Aktion aufzeigen, welche vielfältigen Aufgaben die Kommunen täglich bewältigen müssen.

Halle (Saale): Die Stadt Halle (Saale) beteiligt sich am Aktionstag. „Kommunen am Limit". Am Montag, 22. Juni 2026, machen Städte, Landkreise und Gemeinden bundesweit auf die dramatische kommunale Finanzsituation aufmerksam.

Die Finanzsituation der Stadt führt dazu, dass elementare Dinge der Daseinsvorsorge in Gefahr geraten - dazu gehört auch der Unterhalt von Hallen- und Freibädern (im Foto unser Nordbad). #kommunenamlimit #halleamlimit

Saarwellingen: KOMMUNEN AM LIMIT: WAS WÄRE WENN... ? ... das Saarwellinger Freibad nicht mehr betrieben werden könnte und die Becken leer bleiben?

Schwimmbäder sind weit mehr als Freizeiteinrichtungen. Sie sind Orte für Sport, Begegnung und Schwimmausbildung. Doch sie verursachen hohe Kosten, die viele Kommunen zunehmend belasten.

Noch können wir solche Angebote in Saarwellingen erhalten. Damit das auch künftig so bleibt, brauchen Städte und Gemeinden eine verlässliche finanzielle Ausstattung.

Es ist 2 vor 12!

#KommunenAmLimit #RettetdieKommunen...

Blaufelden: Unsere Städte und Gemeinden stecken in einer historischen Finanzkrise: Allein 2025 lag das Defizit bei über 30 Milliarden Euro.

Das Problem: Bund und Länder übertragen immer mehr Aufgaben - sorgen aber nicht dauerhaft für die nötige Finanzierung. Dadurch fließt fast das gesamte Geld der Kommunen in Pflichtaufgaben.

Die Folgen spüren wir alle: weniger Busse & Bahnen geschlossene Bäder, marode Schulen weniger Kultur- und Freizeitangebote längere Wartezeiten in Ämtern.

Für freiwillige Angebote und Investitionen bleibt kaum noch Geld.

17 Am 22. Juni 2026 machen wir und viele andere Kommunen bundesweit beim Aktionstag „Kommunen am Limit" auf die Situation aufmerksam.

Wer bestellt, muss auch bezahlen.

neustadt.an.der.weinstrasse: Kommunen am Limit: Spielplätze, Kitas und Schulen

Klettern, rutschen, spielen, lernen und gemeinsam aufwachsen. Spielplätze, Kitas und Schulen begleiten Kinder und Familien jeden Tag und gehören zu den wichtigsten kommunalen Angeboten vor Ort.

Auch der Spielplatz am Elwetritschebrunnen ist ein Ort, an dem Kinder spielen, Freundschaften knüpfen und ihre Freizeit verbringen können. Doch solche Angebote sind nicht selbstverständlich. Sie müssen geplant, gebaut, gepflegt und instand gehalten werden.

Die angespannte finanzielle Lage vieler Städte und Gemeinden stellt Kommunen zunehmend vor Herausforderungen. Wenn die finanziellen Spielräume immer kleiner werden, geraten auch wichtige Investitionen in Bildung, Betreuung und Freizeitangebote unter Druck.

Mit dem Aktionstag „Kommunen am Limit" machen Städte und Gemeinden bundesweit darauf aufmerksam, wie wichtig eine verlässliche Finanzierung kommunaler Aufgaben ist.

Denn lebenswerte Städte brauchen starke Kitas, gute Schulen und attraktive Orte für Kinder und Familien.

Eggenstgein-Leopolshafen: Leere Kassen löschen keine Brände. Unsere Feuerwehren stehen rund um die Uhr bereit, wenn Menschen Hilfe brauchen - bei Bränden, Unfällen, Unwettern oder anderen Notlagen. Doch eine leistungsfähige Feuerwehr braucht moderne Fahrzeuge, gute Ausrüstung, funktionierende Infrastruktur und eine solide finanzielle Grundlage.

Deshalb beteiligt sich die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit am Montag, 22. Juni. Gemeinsam mit dem Landratsamt Karlsruhe sowie zahlreichen Städten und Gemeinden setzen wir ein sichtbares Zeichen für die Zukunft unserer Kommunen. Um 11.55 Uhr schließen das Rathaus und viele weitere kommunale Einrichtungen symbolisch für fünf Minuten ihre Türen, um auf die angespannte finanzielle Situation der Kommunen aufmerksam zu machen.

Kommunale Finanznot ist keine abstrakte Zahl in einem Haushalt. Sie hat direkte Auswirkungen auf den Alltag der Menschen. Wenn Kommunen immer mehr Aufgaben übernehmen müssen, ohne ausreichend finanziell ausgestattet zu sein, geraten wichtige Leistungen unter Druck: von Schulen und Kindergärten über Straßen und Freizeitangebote bis hin zu Feuerwehr und Bevölkerungsschutz.

Denn ohne handlungsfähige Kommunen sind viele Bereiche des täglichen Lebens betroffen: sichere Straßen, gute Bildungsangebote, funktionierende Infrastruktur, Freizeit-und Kulturangebote sowie schnelle Hilfe in Notlagen.

Mit dem Aktionstag fordern die kommunalen Spitzenverbände und die Kommunen in ganz Deutschland grundlegende Reformen und eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte, Gemeinden und Landkreise. Denn starke Kommunen sind die Grundlage für ein funktionierendes Gemeinwesen - und für eine Feuerwehr, die jederzeit helfen kann.

Halle: Kommt zu Kundgebung auf dem Markplatz! 9 Montag, 22.06.2026 / 11 Uhr

Kultur, Sport, Jugendarbeit & soziale Infrastruktur sollen nicht immer wieder um ihre Existenz bangen müssen. Doch die Haushaltsdiskussionen in der Stadt Halle können das Problem nicht nachhaltig lösen.

Die Stadt Halle muss immer mehr Pflichtaufgaben leisten, bekommt von Bund und Land aber keine auskömmliche Finanzierung dafür. So geht es derzeit vielen Kommunen in ganz Deutschland. In einem bundesweiten Aktionstag soll jetzt deutschlandweit auf das Problem aufmerksam gemacht werden.

Halle braucht euch, um ein Zeichen zu setzen: Schließt eure Einrichtung symbolisch für 5 Minuten Montag, 22.06.2026 / 11.55 Uhr

(Einen ausführlichen Artikel mit allen Infos dazu findet ihr unter anderem bei www.sportinhalle.de)

Kommt vorbei & seid laut oder/und versperrt symbolisch eure Tür! Die Kuh muss DAUERHAFT vom Eis!

KGSt-KommPakt: Publikationen jetzt auch zum Hören

Fachlich auf dem Laufenden bleiben. Aber wann? Zwischen Sitzungen und dem operativen Tagesgeschäft bleibt oft wenig Zeit für vertiefende Lektüre einer KGSt-Publikation. Genau hier setzt KGSt-KommPakt an.

Mit dem neuen Wissenspodcast der KGSt werden ausgewählte Publikationen kompakt, praxisnah und zeitsparend aufbereitet. Ideal für unterwegs, in der Mittagspause oder zwischendurch. So wird relevantes Fachwissen flexibel verfügbar, ohne zusätzliche Lesezeit einzuplanen.

Aktuell sind zwei Episoden verfügbar:

Strategiearbeit im Wandel: Wie Kommunen die Lücke zwischen strategischem Anspruch und operativer Umsetzung wirksam schließen können.

Wenn die Krise kommt: Wie Kommunen Schritt für Schritt Resilienz aufbauen – von Cyberangriffen bis hin zu Extremwetterlagen.

Die Inhalte werden KI-gestützt erstellt und im Anschluss fachlich geprüft. Die zugehörigen Publikationen stehen KGSt-Mitgliedern kostenlos zum Download zur Verfügung.

Weitere Episoden folgen mit jeder neuen Publikation.

Jetzt reinhören: KGSt | KGSt-KommPakt – Der Wissenspodcast

Hinweise:

Zu den Herausgebern:
Dr. Gerd Landsberg ist Speaker & Publizist und war Hauptgeschäftsführer des DStGB
Franz-Reinhard Habbel ist Publizist & Unternehmer und war Sprecher des DStGB

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