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Links für Kommunalpolitiker:innen
 
Kuratiert von Franz-Reinhard Habbel & Gerd Landsberg.
Aus dem Internet berichten wir jeden Sonntag über Ideen, innovative Lösungen und Zukunftsthemen für Kommunen. 

Bargeld abschaffen? Warum uns das alle teuer zu stehen kommt

Immer weniger Geldautomaten, kaum noch Bankfilialen und jetzt plant die EU neue Regeln fürs Barzahlen. Wird Bargeld abgeschafft? Nein. Aber sein Verschwinden macht uns erpressbar. Eine Analyse.

Bayerns Gemeinden in Geldnot: Was läuft da schief, Bürgermeister Higl?

Leben wir über unsere Verhältnisse? Michael Higl ist seit 18 Jahren Bürgermeister. Er erklärt, wie es zur finanziellen Misere vieler Kommunen kommen konnte und was nun gebraucht wird.

Wirtschaftsministerium entschärft EEG-Reform 

Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat erste Pläne zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) entschärft. So soll es für neue kleine Solaranlagen ab 2027 doch "befristete Übergangszahlungen" geben.

Umbau von Büros zu Wohnungen: Nur eine Teillösung

Ein Mittel gegen die Wohnungsknappheit könnte der Umbau leer stehender Bürogebäude in Wohnungen sein. Immerhin stehen elf Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. Investoren werden dabei aber eher Miniapartments als Familienwohnungen im Sinn haben.

KI-Potenzial-Check für Kommunen: Einstieg leicht gemacht  

Wie können Kommunen Künstliche Intelligenz sinnvoll einsetzen? Der neue KI-Potenzial-Check von Fraunhofer FOKUS bietet einen niedrigschwelligen Einstieg. Mit einem kompakten Leitfaden können Verwaltungen eigenständig Anwendungsfelder identifizieren, priorisieren und erste Schritte zur Umsetzung planen. Ziel ist es, pragmatisch ins Handeln zu kommen und konkrete Mehrwerte für Verwaltung und Bürger:innen zu erschließen.  Weitere Informationen und Download hier

Roboter-Hund „Spot“ könnte bald eure Pakete zur Haustür liefern

Die Zustellung von Paketen vom Lieferwagen bis zu eurer Haustür könnte bald von einem Robotorhund übernommen werden.

Geplante Sicherstellungsgesetze: Neue Herausforderungen für die Kommunen

Die sicherheitspolitische Lage in Europa hat sich grundlegend verändert. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, hybride Angriffe, Cyberattacken, Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur und der zunehmende Einsatz von Drohnen zeigen: Die Bedrohungen nehmen zu. Deutschland muss seine Gesamtverteidigungsfähigkeit deshalb schneller und konsequenter stärken. Die Zeit drängt.

Vor diesem Hintergrund arbeitet die Bundesregierung an einer grundlegenden Modernisierung der Sicherstellungs- und Vorsorgegesetze. Sie sollen Deutschland auf Krisen, hybride Angriffe sowie den Spannungs- und Verteidigungsfall vorbereiten. Vorgesehen sind unter anderem Regelungen zur Sicherstellung der Ernährung, der Gesundheitsversorgung, der Energie- und Wasserversorgung, des Verkehrs, der Telekommunikation sowie weiterer kritischer Infrastrukturen. Viele der heute geltenden Gesetze stammen noch aus den 1960er- und 1970er-Jahren und werden den aktuellen Bedrohungen nicht mehr gerecht.

Parallel dazu hat die Bundeswehr mit dem Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) einen militärischen Handlungsrahmen geschaffen. Er regelt insbesondere die militärischen Abläufe im Bündnis- und Verteidigungsfall – von der Verlegung alliierter Streitkräfte über die militärische Logistik bis zum Schutz strategisch wichtiger Einrichtungen.

Ziviler Operationsplan Deutschland notwendig: Doch militärische Planung allein reicht nicht aus. Sie muss durch einen zivilen Operationsplan Deutschland ergänzt werden, der Bund, Länder, Kommunen, Hilfsorganisationen, Wirtschaft und Betreiber kritischer Infrastrukturen eng miteinander verzahnt. Die Widerstandsfähigkeit Deutschlands entscheidet sich nicht allein in den Streitkräften, sondern vor allem dort, wo die Menschen leben – in den Städten, Gemeinden und Landkreisen.

Die Kommunen tragen die öffentliche Daseinsvorsorge. Sie sichern die Trinkwasserversorgung, die Abwasser- und Abfallentsorgung, den Brand- und Katastrophenschutz, den Rettungsdienst, große Teile der Gesundheitsversorgung, den öffentlichen Nahverkehr und wesentliche Verwaltungsleistungen. Im Spannungs- und Verteidigungsfall werden sie zugleich erste Ansprechpartner für die Bevölkerung sein.

Hinzu kommt die Unterstützung der Bundeswehr und der Bündnispartner. Marschrouten müssen freigehalten, Verkehrsströme gelenkt, Flächen bereitgestellt und kritische Infrastrukturen geschützt werden. Gleichzeitig muss das öffentliche Leben für die Bevölkerung so weit wie möglich funktionieren. Diese doppelte Verantwortung macht deutlich: Militärische und zivile Verteidigungsplanung gehören untrennbar zusammen.

Ein ziviler Operationsplan Deutschland sollte deshalb verbindlich regeln, wie Bund, Länder und Kommunen im Krisen- und Verteidigungsfall zusammenarbeiten. Er muss klare Zuständigkeiten schaffen, Melde- und Entscheidungswege vereinheitlichen, Mindeststandards für die Vorsorge festlegen und regelmäßige gemeinsame Übungen vorsehen. Ebenso müssen Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Unternehmen, die mit deren Schutz beauftragt sind, systematisch eingebunden werden.

Die neuen Sicherstellungsgesetze müssen dabei nicht nur organisatorische Fragen regeln, sondern auch einen modernen Rechtsrahmen schaffen. Wer kritische Infrastruktur wirksam schützen soll, benötigt klare gesetzliche Befugnisse. Das betrifft beispielsweise den Umgang mit unbefugten Drohnen über Energieanlagen, Wasserwerken oder Telekommunikationseinrichtungen. Betreiber und von ihnen beauftragte Sicherheitsunternehmen brauchen eindeutige rechtliche Grundlagen, um Gefahren frühzeitig abwehren zu können. Welche Eingriffsbefugnisse dabei privaten Unternehmen übertragen werden können und welche Maßnahmen staatlichen Behörden vorbehalten bleiben müssen, ist gesetzlich eindeutig zu regeln.

Für die Kommunen bedeutet dies erhebliche zusätzliche Anforderungen. Notstromversorgung, Cybersicherheit, Krisenkommunikation, Schutz kritischer Einrichtungen, Bevorratung, Ausweichstandorte und leistungsfähige Führungsstrukturen werden Milliardeninvestitionen erfordern. Hinzu kommen Ausgaben für Ausbildung, Übungen und Personal.

Deshalb gilt: Neue Aufgaben dürfen nicht ohne eine gesicherte Finanzierung übertragen werden. Das Konnexitätsprinzip muss auch im Bereich der nationalen Sicherheitsvorsorge uneingeschränkt gelten.

Die hierfür notwendigen Investitionen müssen aus dem Sondervermögen für Verteidigung und Bevölkerungsschutz finanziert werden. Wer Deutschlands Verteidigungsfähigkeit stärken will, darf die zivile Seite nicht vernachlässigen. Panzer, Flugzeuge und Munition allein schaffen keine Resilienz. Ebenso unverzichtbar sind sichere Wasserwerke, funktionierende Krankenhäuser, belastbare Kommunikationsnetze, geschützte Leitstellen und handlungsfähige Kommunalverwaltungen.

Die geplanten Sicherstellungsgesetze bieten die Chance, die zivile Verteidigungsfähigkeit Deutschlands grundlegend zu modernisieren. Diese Chance sollte jetzt genutzt werden. Sicherheit ist eine gesamtstaatliche Aufgabe – und sie beginnt vor Ort. Deshalb müssen die Kommunen von Anfang an gleichberechtigt in die neue Sicherheitsarchitektur eingebunden werden. (Gerd Landsberg)

Sind kleine Kommunen im Land ein Schatz oder eine Belastung?

Kein anderes Bundesland hat eine so kleinteilige Kommunalstruktur wie Rheinland-Pfalz. Eine Strukturreform ist aber nicht in Sicht. Was das heißt und wie es weitergehen könnte.

Bundesweite Übersicht zur aktuellen Niedrigwassersituation

Das Niedrigwasserinformationssystem (NIWIS) gibt einen bundesweiten Überblick über die aktuelle Niedrigwassersituation. Es werden aktuelle Messwerte (Tagesmittelwerte des Vortags für Oberflächengewässer, Grundwasserwerte nicht älter als 31 Tage) ausgewählter Messstationen gegenüber der saisonal üblichen Situation eingeordnet und in vier Niedrigwasser-Kategorien dargestellt. Für die Oberflächengewässer wird der Abfluss klassifiziert, für die Grundwasser die Grundwasserstände. Kreisdiagramme fassen die Situation in einem Flussgebiet bzw. in einem hydrogeologischen Großraum zusammen. Der standardisierte Niederschlagsindex (standardized precipitation index, SPI) stellt über- oder unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen der letzten 6 Monate räumlich dar.

Neues aus dem Kommunalen Spitzenverbänden

DST:  Prävention von Wasserknappheit: "Wir brauchen zusätzliche Weichenstellungen von Bund und Ländern"

DStGB: KTF als zentrales Instrument der Transformation verlässlich ausstatten

DLT: Landkreistag für Begrenzung beim Unterhaltsvorschuss

DStBRLP: Klimaschutz verständlich und erlebbar machen – Klima-Radtour in Bingen verbindet Wissenschaft, Praxis und Austausch

HSGB: Erreichbarkeit der Geschäftsstelle aktuell eingeschränKt

NST: AG KSV / NKG – Nothilfeprogramm des Landes zur finanziellen Stabilisierung der Krankenhäuser dringend erforderlich

NWSTGB: Anhebung des Verbundsatzes bedeutsame Weichenstellung für Kommunen in NRW

Kopf der Woche: Ralf Reinhardt wurde als Landrat von Ostprignitz-Ruppin wiedergewählt

Buch der Woche: Flucht nach vorn Ein syrischer Bürgermeister in Schwaben zeigt, wie gute Politik gehen kann von Ryyan Alshebl

Ryyan Alshebl flieht 2015 aus Syrien übers Mittelmeer nach Deutschland. Nur acht Jahre später wird er Bürgermeister der schwäbischen Ortschaft Ostelsheim - gewählt mit gerade einmal 29 Jahren. Sein Erfolgsrezept: Er packt Probleme dort an, wo sie entstehen und findet pragmatische Lösungen. In seinem Buch zeigt er, wie Politik ganz konkret das Leben der Menschen besser machen kann, ob in Fragen der Bildungs-, Wohnungs- oder Flüchtlingspolitik. Er schildert bemerkenswerte Begegnungen, beschreibt seinen täglichen Kampf mit der deutschen Bürokratie und erläutert, warum er doch nie den Mut verliert. Denn die Demokratie ist zu wertvoll, als dass wir sie den Pessimisten und Populisten überlassen dürften.

Zahl der Woche: 2,3 % teurer waren Schul- oder Lehrbücher im Juni 2026 als ein Jahr zuvor (Quelle destatis)

Chatbot der Woche: Chatbot Meerlin der Stadt Meerbusch

Tweet der Woche: Stadt Hannover

Für das Jugendparlament Hannover werden engagierte Kandidat*innen im Alter von 13 bis 19 Jahren gesucht, die ihre Ideen in die Kommunalpolitik einbringen möchten. Bewerbungen sind noch bis zum 6. August möglich. Die Wahl findet vom 21. bis 26.9. statt. 👉http://hannover.de/jupa

Zu guter Letzt: Kein Toilettenpapier an Bord: ICE legt Extra-Stopp ein, der Zugchef geht einkaufen 

BIlder:
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Hinweise:

Zu den Herausgebern:
Dr. Gerd Landsberg ist Speaker & Publizist und war Hauptgeschäftsführer des DStGB
Franz-Reinhard Habbel ist Publizist & Unternehmer und war Sprecher des DStGB

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