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Kuratiert von Franz-Reinhard Habbel & Gerd Landsberg.
Aus dem Internet berichten wir jeden Sonntag über Ideen, innovative Lösungen und Zukunftsthemen für Kommunen. 

Hitzeschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Deutschland erlebt in diesem Sommer eine extreme Hitzewelle. Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Wetterlagen in den kommenden Jahren häufiger auftreten werden. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht mehr, ob wir den Klimawandel verhindern können, sondern wie wir unser Land an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen. Jetzt wird vielerorts gefordert, Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen, Kitas und öffentliche Gebäude besser gegen Hitze zu schützen – bis hin zur Ausstattung mit Klimaanlagen. Das ist richtig. Aber man muss auch fragen, warum wir damit so spät beginnen.  Weiter lesen hier.

Hitzeschutz und Hitzevorsorge in den Städten

Auf einer Sonderseite hat der Deutsche Städtetag Beispiele sowie Hitzeaktionspläne aus den Mitgliedsstädten vorgestellt. Hitzetage, Tropennächte und Hitzewellen beeinträchtigen die Lebensqualität in Städten erheblich. Vor allem stellen sie ein ernstes Gesundheitsrisiko gerade für Kinder und ältere Menschen dar. Hitzevorsorge ist eine wichtige Querschnittsaufgabe in der Stadt, die bereits vielerorts weit oben auf der Agenda steht.

Verdi-Befragung zeigt große Hitzebelastung in Pflegeheimen

Berlin: In vielen deutschen Pflegeheimen sind die Temperaturen zuletzt auf äußerst hohe Werte gestiegen. Das hat laut einem Bericht der "Funke"-Zeitungen eine Befragung von Verdi ergeben. Die Gewerkschaft hatte rund 320 Pflegekräfte gebeten, im Juli und August regelmäßig die Werte in ihren Einrichtungen zu erfassen. Demnach ist es in manchen Heimen bis zu 45 Grad Celsius heiß geworden. Im Durchschnitt wurden nachts noch 26 Grad gemessen, am frühen Morgen 25 Grad und über den Tag 28 bis 30 Grad. Für die Bewohnerinnen und Bewohner hatten diese Temperaturen den Pflegekräften zufolge teils schwerwiegende Folgen. Genannt werden Kreislaufzusammenbrüche, Dehydrierung und auch Todesfälle. Verdi sprach von erschreckenden Zuständen und forderte Bund und Länder zu einem Sofortprogramm für Hitzeschutz auf. (Quelle: Sendung: Bayern 2 Nachrichten,15.08.2026 12:00 Uhr)

12.500 Hitzetote in Deutschland: Wie kommt das RKI auf diese Zahl?

Berlin. Wie das Robert Koch-Institut die Zahl der Todesfälle durch Hitze ermittelt – und warum diese noch höher liegen könnte als bisher gedacht.

Waldbrände aus dem All: Copernicus Browser erleichtert Überwachung

Waldbrände in Europa erreichen ein Rekordausmaß. Der Copernicus Browser bietet jetzt eine neue Funktion zur einfachen Satellitenüberwachung aus dem All.

Städtetags-Präsident beklagt "explosive Stimmung" in Rathäusern

Die Kommunen stehen finanziell immer stärker unter Druck, sagt der Städtetags-Präsident. Statt Entlastungen kämen vom Bund immer neue Belastungen hinzu. Viele Gemeinden könnten ihre Aufgaben kaum noch sachgerecht erfüllen.

Weniger Müll, mehr Bürokratie

In der EU gelten neue Regeln für Verpackungen. Für die Umwelt und auch für die Gesundheit von Verbrauchern ist das eine gute Nachricht. Doch die Regeln treffen besonders kleine Versandhändler hart.

Roboter Billie guckt nach dem Putzen genau hin

Sind Roboter die Lösung, wenn Arbeitskräfte in Dienstleistungsbranchen knapp sind? Ein Hotel in Potsdam lässt einen Roboter die Sauberkeit von Zimmern überprüfen. Auch Künstliche Intelligenz wird dabei eingesetzt.

Bundesregierung nutzt KI als Arbeitswerkzeug ohne Kennzeichnungspflicht

Die Bundesregierung nutzt KI zunehmend als Werkzeug. Während Schulungen für Beamte verpflichtend sind, bleibt die Transparenz bei KI-generierten Reden vage.

Rostock will KI jetzt auch am Personalausweisprozess ansetzen

Nach einer mehrmonatigen Testphase hat Rostock entschieden, Künstliche Intelligenz weiterhin zur Analyse und Verbesserung von Verwaltungsabläufen einzusetzen. Als konkretes nächstes Beispiel nennt die Stadt die Bearbeitung von Personalausweisen. Von der Beantragung bis zur Ausgabe umfasst das Verfahren zahlreiche einzelne Arbeitsschritte. Die KI soll sichtbar machen, an welchen Stellen sich Abläufe vereinfachen oder beschleunigen lassen. Insgesamt zählt die Stadtverwaltung bis zu 5.000 Prozesse, die grundsätzlich untersucht werden könnten. Konkrete Zeitersparnisse oder bereits veränderte Abläufe kann Rostock bislang allerdings noch nicht beziffern. Quelle: NDR.

Kerpen: KI spart Ausländerbehörde 19 Arbeitsmonate

Die Stadt Kerpen hat rund 6.000 Papierakten ihrer Ausländerbehörde mithilfe Künstlicher Intelligenz digitalisiert und strukturiert. Die Software „Xpact“ erkennt unterschiedliche Dokumentarten automatisch und ordnet sie den jeweiligen Aktenteilen zu. Dadurch entfiel das aufwendige manuelle Vorsortieren der teils bis zu 400 Seiten starken Akten. Nach Berechnung der Stadt entspricht die eingesparte Arbeit rund 19 Monaten einer Vollzeitkraft. Auch die laufende Fallbearbeitung wird schneller: Beschäftigte können benötigte Unterlagen nun per Volltextsuche finden, statt Papierakten durchzublättern. Entscheidungen über aufenthaltsrechtliche Verfahren bleiben vollständig bei den Sachbearbeitenden. Quelle: EXPRESS.

Schwalm-Eder-Kreis baut KI-Frühwarnsystem für Starkregen auf

Der Schwalm-Eder-Kreis erhält 1,62 Millionen Euro für ein KI-gestütztes Starkregen- und Hochwasserfrühwarnsystem. Rund 230 Wasserstands-, Bodenfeuchte- und Niederschlagssensoren sollen ihre Messwerte in Echtzeit an die bestehende kommunale Datenplattform übertragen. Dort werden die Daten mit weiteren Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturinformationen zusammengeführt. Behörden und Einsatzkräfte sollen dadurch schneller auf interaktive Karten, Warnstufen und Prognosen zugreifen und in Krisenlagen fundierter entscheiden können. Für Bürgerinnen und Bürger ist ein Dashboard mit ortsbezogenen Warnungen und Handlungsempfehlungen vorgesehen. Das Projekt ist offiziell beschlossen und befindet sich im Aufbau. Quelle: Kommune21.

Schutz vor Sabotage: Kommunen wollen besser eingebunden werden

Wasser, Strom, Kommunikation: Viele kritische Infrastruktur in Deutschland wird von Kommunen betrieben. Der Städte- und Gemeindebund fordert bei hybriden Bedrohungen eine engere Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden.

Politik: Kommunen wissen, wie es besser geht

Kommunale Finanzkrise, Hitzewellen in den Städten, Niedrigwasser in den Flüssen, Angriffe auf Infrastrukturen: All das gehört zur Wirklichkeit in Deutschland. Die Probleme müssen benannt werden. Mindestens ebenso notwendig ist es aber, über Lösungen nachzudenken, sie öffentlich zu diskutieren und auf den Weg zu bringen.

Das gilt auch für die Kommunen. Ihre katastrophale Finanzlage wird seit Jahren beklagt. Zu Recht weisen Städte, Gemeinden und Kreise auf die Verantwortung von Bund und Ländern hin. Im Jahr 2025 erreichte das kommunale Finanzierungsdefizit mit 31,9 Milliarden Euro einen historischen Höchststand. Weiter lesen hier.

Neues aus dem Kommunalen Spitzenverbänden

DST: Wir brauchen eine dauerhafte gemeinsame Verantwortung

DStGB: Hitze und Dürre in Städten und Gemeinden

GStBRLP: „Kommunalpolitik ist die Königsdisziplin der Politik“

Kopf der Woche: Ralf Nolten, Landrat des Kreises Düren

Buch der Woche: Heimliche Übernahme: Angriff der Demokratiefeinde auf Justiz, Polizei, Schule und Verwaltung von Tom Mannewitz und tom Thieme

++++Denken Sie beim Erwerb von Büchern an den örtlichen Buchhandel++++

Zahl der Woche: 48,1 % aller wegen Essstörungen Behandelten sind Mädchen im Alten von 10 bis 17 Jahren (Quelle destatis)

Chatbot der Woche: Kreisstadt Merzig

Zu guter Letzt: Kurioser Werbetrick: Netflix lässt Mann drei Tage in Werbetafel in Los Angeles wohnen

Bilder:

Image by Gerd Altmann from Pixabay

Image by Robert Biesewig from Pixabay

Hinweise:

Zu den Herausgebern:
Dr. Gerd Landsberg ist Speaker & Publizist und war Hauptgeschäftsführer des DStGB
Franz-Reinhard Habbel ist Publizist & Unternehmer und war Sprecher des DStGB

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