Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
Links für Kommunalpolitiker:innen
 
Kuratiert von Franz-Reinhard Habbel & Gerd Landsberg.
Aus dem Internet berichten wir jeden Sonntag über Ideen, innovative Lösungen und Zukunftsthemen für Kommunen. 

Ein Plädoyer für Haltung auch bei Gegenwind: Populisten kann man nicht mit Populismus bekämpfen

 

Als Gotthold Ephraim Lessing um 1769 warnte: „Beide schaden sich selbst: der, der zu viel verspricht und der, der zu viel erwartet“, meinte er zwar konkret die Beziehung zwischen Schauspieler und Theaterpublikum, aber sein Hinweis gilt auch für die Politik.

Es setzt sich aber immer mehr durch, dass nicht nur viele Bürger immer höhere Erwartungen an die Politik stellen, sondern auch immer mehr Politiker dazu tendieren, in quasi vorauseilendem Gehorsam solche Erwartungen noch zusätzlich anzufeuern. Der schnelle Beifall und die „Likes“ in den vermeintlich „sozialen“ Medien lassen zu oft in den Hintergrund treten, wodurch sich gerade demokratische Politiker auszeichnen sollten: Haltung auch bei Gegenwind! Weiterlesen hier

Kommunen erwarten weitreichende Folgen nach den Landtagswahlen 

Umfrage der Körber-Stiftung in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zeigt aktuelles Stimmungsbild unter Amts- und Mandatstragenden sowie Verwaltungen.

Brandenburg macht Weg frei für erleichterte Auftragsvergaben

Die Vergabe öffentlicher Aufträge kann in Brandenburg künftig über das sogenannte "Best-Bieter-Prinzip" durchgeführt werden und soll damit unbürokratischer werden.

Der Deutsche Bundestag hat Urheberrechtsprobleme

Der Webseite des Deutschen Bundestages fehlen plötzlich Archivinhalte. Dahinter stecken Probleme mit dem Urheberrecht. Eine Lösung wird gesucht.

Die Länder und der Ruf nach Berlin

Deutschland kann stolz auf seinen Föderalismus sein. Starke Länder, starke Kommunen und ein handlungsfähiger Bund sind kein Widerspruch, sondern die Grundlage unseres Staates.

Die Länder verteidigen ihre Zuständigkeiten zu Recht. Bildung, Polizei, Kultur, Natur- und Klimaschutz gehören vielfach in ihre Verantwortung. Sie wollen im Bundesrat mitentscheiden, wenn der Bund Gesetze macht, und sie wehren sich durchaus energisch gegen Eingriffe in ihre Kompetenzen.

Das ist Föderalismus: Aber es gibt eine merkwürdige Schieflage: Bei der Zuständigkeit heißt es gerne „Das ist Sache der Länder“. Bei der Finanzierung heißt es dann erstaunlich häufig „Bund, bitte übernehmen!“ Weiterlesen hier. 

Lausitzer Mega-Windrad bricht Weltrekord: Höher als der Eiffelturm

In Ostdeutschland entsteht die weltweit höchste Windkraftanlage: Mit 365 Metern stellt sie sogar den Eiffelturm in den Schatten. Ab Herbst kann Strom geliefert werden; Reporter Hans von der Brelie hat sich auf der Baustelle umgesehen.

Was erwartet die Erstklässler im Jahr 2035?

Für 35.550 Berliner Kinder beginnt an diesem Montag der erste Schultag. Sie würden knapp die Hälfte des Berliner Olympiastadions füllen. Bundesweit dürften in diesem Jahr wiederum rund 800.000 Kinder eingeschult werden. Im vergangenen Schuljahr waren es etwa 811 500, doch die Zahl geht zurück – vor allem, weil in Deutschland weniger Kinder geboren werden.

Wer heute mit Schultüte und Ranzen das Klassenzimmer betritt, wird Mitte der 2030er-Jahre vor ganz anderen Fragen stehen. Ausbildung oder Studium? Welcher Beruf? Und wird es diesen Beruf, so wie wir ihn heute kennen, überhaupt noch geben? Welche Wege stehen der Generation AI offen?

Mit jedem neuen Schülerjahrgang investiert Deutschland rund neun Milliarden Unterrichtsstunden in die Bildung von etwa 800.000 jungen Menschen. Eine gewaltige gesellschaftliche Investition. Doch worauf bereiten wir diese Kinder eigentlich vor?

Wir wissen nicht, wie die Welt im Jahr 2035 aussehen wird. Sicher ist nur, dass sie eine andere sein wird. Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt und das Lernen verändern. Der demografische Wandel wird den Arbeitsmarkt prägen. Der Klimawandel wird Anpassungen erzwingen. Migration und gesellschaftlicher Zusammenhalt werden uns ebenfalls weiterhin beschäftigen. Und auch die geopolitische Ordnung dürfte eine andere sein.

Welche Arbeitswelt werden die heutigen Erstklässler vorfinden? Welche Tätigkeiten werden Menschen und welche Maschinen bzw. KI-Systeme übernehmen? Werden Staat und öffentliche Verwaltung bis dahin leistungsfähiger und digitaler sein? Wird Europa technologisch und politisch souveräner sein? Und werden unsere demokratischen Institutionen das Vertrauen der nächsten Generation besitzen?

Niemand kann diese Fragen heute zuverlässig beantworten. Genau darin liegt aber eine zentrale Aufgabe von Schule. Je ungewisser die Zukunft ist, desto wichtiger ist es, Kindern nicht nur Wissen zu vermitteln. Sie müssen lernen, mit Veränderungen umzugehen. Dazu gehören Neugier und Urteilskraft, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein, Medien- und KI-Kompetenz sowie die Fähigkeit, gemeinsam mit anderen Lösungen zu entwickeln.

Schule kann deshalb nicht nur auf die Welt vorbereiten, wie sie heute ist. Sie muss junge Menschen befähigen, eine Welt mitzugestalten, die wir selbst noch nicht kennen.

Der Schulstart von rund 800.000 Kindern ist somit mehr als nur ein Familienereignis. Er erinnert Politik und Gesellschaft auch an ihren Gestaltungsauftrag. Entscheidend ist nicht allein, wie viele Milliarden Unterrichtsstunden wir investieren. Entscheidend ist, was wir daraus machen.

Wir können den Kindern nicht versprechen, wie die Welt im Jahr 2035 aussehen wird. Wir können ihnen jedoch das Wissen, die Fähigkeiten und das Vertrauen mitgeben, um sich in ihr zurechtzufinden und sie selbst zu gestalten. Und wir können heute daran arbeiten, dass sie dann auf ein leistungsfähiges Gemeinwesen, eine innovative Wirtschaft und eine handlungsfähige Demokratie treffen.

Am Montag beginnen die Kinder mit der Schule. Unsere Hausaufgaben beginnen heute (Franz-Reinhard Habbel)

Schweinfurt: KI prüft Unterlagen für Aufenthaltstitel schon vor dem Absenden

Die Stadt Schweinfurt setzt Künstliche Intelligenz jetzt direkt in Online-Verfahren ihrer Ausländerbehörde ein. Die KI prüft hochgeladene Dokumente darauf, ob sie den Anforderungen entsprechen, und weist auf widersprüchliche Angaben hin. Zunächst wird sie bei Niederlassungserlaubnissen sowie Aufenthaltstiteln für Erwerbstätigkeit, Ausbildung und familiäre Gründe eingesetzt. Dadurch sollen vollständigere Anträge eingehen und aufwendige Nachforderungen reduziert werden. Die Nutzung ist freiwillig. Auf die Entscheidung der Ausländerbehörde hat die KI ausdrücklich keinen Einfluss. Weitere Online-Verfahren sollen schrittweise folgen. Quelle: Stadt Schweinfurt. 

Dortmund: KI führt Schritt für Schritt durch den Förderantrag

Das Stadtbezirksmarketing Dortmund Innenstadt-Ost setzt einen neuen KI-Chatbot ein, der über allgemeine Bürgerauskünfte hinausgeht. Bürger, Vereine und Gewerbetreibende können den Assistenten rund um die Uhr zu lokalen Fördermöglichkeiten befragen. Er hilft beim Auffinden benötigter Vorlagen und führt Antragstellende Schritt für Schritt durch das Förderformular. Die Stadt nennt ausdrücklich den Abbau bürokratischer Hürden als Ziel. Parallel wurde das Förderformular neu strukturiert, damit Projektbeschreibung, Antragsteller und Finanzierung klarer erfasst und Anträge schneller bearbeitet werden können. Quelle: Stadt Dortmund. 

Hackerangriff auf das Landesdatennetz Berlin

Beim Angriff auf das Landesnetz Berlin sollen sensible Daten wohl doch betroffen sein.

Bill Gates warnt vor Risiken bei KI und fordert Steuern auf Roboter

KI könne ein »großer Gleichmacher« sein, aber auch die »schlimmste Quelle von Ungerechtigkeit«, warnt Bill Gates. Er fordert deshalb strikte Auflagen für deren Einsatz


Chancen der KI in Deutschland

Sprind-Chef Rafael Laguna de la Vera sieht gute Chancen für Deutschland, bei der KI international aufzuholen. Interview mit dem deutschlandfunk.de

Neues aus dem Kommunalen Spitzenverbänden

DST:"Nachhaltige Beschaffung kann ein zusätzlicher Treiber sein"

DStGB: Kabinettsklausur: Klare Aussagen zu konkreten Schritten fehlen

DLT: Bund und Länder müssen Kommunen wieder handlungsfähig machen

GStBRLP: Abschied mit Applaus

NSGB: NSGB-Präsidium tagt in Lohne: Mehr kommunale Freiheit, weniger Bürokratie

StRLP: Freie Träger und Kommunen schließen Rahmenvertrag

Kopf der Woche: Marian Schreier, Managing Director GoVTech Kommunal

Buch der Woche: Spaltungslinien EUROPAS PARTEIENSYSTEME UND DIE DEKONSOLIDIERUNG DES NATIONALSTAATSvon  Philip Manow

Entlang welcher Linien sortieren sich die politischen Konflikte unserer Zeit? Unsere hergebrachten Ordnungsbegriffe scheinen mittlerweile keine sichere Orientierung mehr zu bieten. Denn heute steht häufig ein linkes Bürgertum gegen eine rechte Arbeiterschaft – und "progressiver Neoliberalismus" und kulturell rechte, aber zunehmend verteilungspolitisch linke populistische Parteien markieren die Pole einer neuen Hauptachse des politischen Konflikts. In Spaltungslinien interpretiert der Politikwissenschaftler Philip Manow diese neue Lage als Resultat der Transformation europäischer Parteiensysteme. Diese Transformation selbst, so die zentrale These des Essays, ist eine Reaktion auf die Infragestellung des Nationalstaats als jener Ebene, auf die hin sich bislang gesellschaftliche Interessen organisiert hatten. Wenn diese Diagnose zutrifft, ist die Krise der Gegenwart nicht mit dem Aufkommen einer neuen, kulturellen Spaltungslinie zu erklären – etwa als Gegnerschaft von Kosmopoliten und Kommunitaristen, von "Anywheres" und "Somewheres". Sie führt vielmehr zur Erosion bisheriger Formen politischer Interessenvermittlung, so dass unser gewohnter Fokus auf Parteien und ihre relative Stärke uns über die politische Entwicklung gar nicht mehr hinreichend aufzuklären vermag. Sie führt weiterhin zur Ausbildung einer neuen Hauptkonfliktachse zwischen gesellschafts- und verteilungspolitischem Liberalismus einerseits und gesellschafts- und verteilungspolitischem Illiberalismus andererseits.

Zahl der Woche: 26 % der neuen Auszubildenden hatten 2025 Abitur (Quelle deStatis)

Chatbot der Woche: Chatbot der Stadt Frankenberg

Zu guter Letzt: Baden in Baden-Baden: Katze öffnet Wasserhahn und überflutet Wohnung

Bilder:
Alamy
Bundestag
Istock: romrodinka

Hinweise:

Zu den Herausgebern:
Dr. Gerd Landsberg ist Speaker & Publizist und war Hauptgeschäftsführer des DStGB
Franz-Reinhard Habbel ist Publizist & Unternehmer und war Sprecher des DStGB

Wenn sie diese E-Mal - ZMI-Newsletter- nicht mehr empfangen möchten, klicken Sie hier


Sie wollen mehr über diesen Newsletter erfahren? Gern: Besuchen Sie den Blog auf Habbel.de Sie finden Franz-Reinhard Habbel auch bei 

Twitter: @Habbel
Facebook: facebook.com/franzreinhardhabbel

Vielen Dank für Ihr Interesse. 
Ihr Franz-Reinhard Habbel
Ihr Gerd Landsberg 
 
Wenn sie diese E-Mal - ZMI-Newsletter- nicht mehr empfangen möchten, klicken Sie hier



Datenschutzerklärung


Deutschland

Impressum:
Franz-Reinhard Habbel
Silzer Weg 31
12209 Berlin
Franz-Reinhard.Habbel@Habbel.de

:
 
 
Franz-Reinhard Habbel
Franz-Reinhard Habbel
Silzer Weg 31
12209 Berlin
Deutschland

00491722402723
Franz-Reinhard.Habbel@Habbel.de
www.Habbel.de