Hamburg: KI erkennt Veränderungen am Gebäudebestand
Hamburg nutzt Künstliche Intelligenz in der Katasterverwaltung. Eine aus Niedersachsen übernommene Cloud-Lösung wertet Luftbilder aus und erkennt automatisiert bauliche Veränderungen. Damit müssen Beschäftigte Veränderungen am Gebäudebestand nicht mehr ausschließlich durch manuelles Durchsehen umfangreicher Bildbestände identifizieren. Die Hamburger Nachnutzung wurde beim KGSt-Forum mit dem ersten Platz des Ko-Pionier-Preises in der Kategorie Digitalisierung der Verwaltung ausgezeichnet und erhielt zusätzlich den Publikumspreis. Der Fall zeigt zugleich ein wichtiges Prinzip der Verwaltungsdigitalisierung: Kommunen und Länder müssen funktionierende KI-Lösungen nicht jeweils neu entwickeln, sondern können sie gemeinsam nutzen. Quelle: FITKO.
Reinickendorf: KI übersetzt im Sozialamt und schreibt den Gesprächsvermerk
Das Sozialamt Berlin-Reinickendorf startet die Pilotierung einer KI-gestützten Sprachassistenz für Beratungsgespräche. Das System übersetzt Gespräche in Echtzeit und transkribiert sie. Anschließend erzeugt die KI daraus einen strukturierten, editierbaren Gesprächsvermerk. Zunächst werden Deutsch, Englisch, Türkisch und Russisch unterstützt. Die Anwendung kann am Arbeitsplatz und mobil auf Tablets genutzt werden. Damit greift KI gleich an zwei arbeitsintensiven Stellen an: Sie hilft, Sprachbarrieren in der Beratung abzubauen und unterstützt gleichzeitig die Dokumentation. Die fachliche Verantwortung bleibt bei den Beschäftigten. Quelle: Bezirksamt Reinickendorf.
Offenbach: KI hilft bei 6.000 Wohngeldanträgen
Offenbach setzt Künstliche Intelligenz inzwischen unmittelbar in der Wohngeldbearbeitung ein. Das Wohnungsamt bearbeitet jährlich rund 6.000 Anträge – etwa doppelt so viele wie vor der Wohngeld-Plus-Reform. Seit Juni übernimmt die KI wiederkehrende und besonders zeitaufwendige Arbeitsschritte. Dadurch soll die Bearbeitung beschleunigt und die Beschäftigten entlastet werden. Wichtig bleibt die klare Arbeitsteilung: Die KI entscheidet weder über den Anspruch noch über die Höhe des Wohngeldes. Die Beschäftigten prüfen die Ergebnisse und treffen jede Entscheidung selbst. Quelle: Stadt Offenbach.
Mecklenburgische Seenplatte: KI hilft jetzt beim Bauantrag
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat Künstliche Intelligenz direkt in die Digitale Baugenehmigung integriert. Der neue Assistent führt Bauherren und Planer durch die Antragstellung, beantwortet Fragen und soll dazu beitragen, dass Anträge vollständig eingereicht werden. Gleichzeitig steht der KI-Assistent den Beschäftigten im Bauamt als kontextsensitives Hilfsmittel bei der Vorgangsbearbeitung zur Verfügung. Damit erreicht KI einen besonders relevanten Verwaltungsprozess: Nicht nur die Information, sondern die eigentliche Antragstellung wird unterstützt. Die Lösung ist Teil des bundesweit nachgenutzten EfA-Dienstes Digitale Baugenehmigung. Quelle: Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
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